POL-BOR: Kreis Borken - Sieben Polizeibeamte aus dem Kreis beim G8-Gipfel
Auch Polizeibeamte aus dem Kreis Borken unterstützen die Polizeidirektion Rostock bei der Bewältigung des Großeinsatzes anlässlich des “G8-Gipfels”.
Insgesamt werden ca. 16.000 Polizeibeamte aus dem gesamten Bundesgebiet eingesetzt. Der Einsatz läuft unter dem Namen “Kavala”. Kavala ist eine nordgriechische Stadt, die ebenso wie der Tagungsort Heiligendamm die “weiße Stadt am Meer” genannt wird.
Anfang dieser Woche machten sich vier Beamte des Verkehrsdienstes auf ihren Weg nach Rostock, um die dortige Polizei bei ihren umfangreichen Aufgaben zu unterstützen.
Bereits seit Anfang April sind die Polizeihauptkommissare Reinhard Höing, Manfred Lütjann und Ferdinand Thesing “an die Ostsee” abgeordnet. Reinhard Höing und “Manni” Lütjann versehen normalerweise Dienst auf der Einsatzleitstelle in Borken - “Ferdi” Thesing ist Mitarbeiter der Führungsstelle der Polizeiinspektion Ahaus.
Alle Drei sind während des Einsatzes “Kavala” im Bereich “Presse- und Öffentlichkeitsarbeit” eingesetzt und haben hier unterschiedlichste Aufgaben übernommen.
Reinhard Höing ist als Pressesprecher im für die Seesicherheit zuständigen Einsatzabschnitt tätig und hat bis zum heutigen Tag schon viele interessante Erfahrungen gesammelt - insbesondere deshalb, weil die “Einsatzmittel” in diesem Abschnitt nicht das “tägliche Brot” für Polizisten aus dem Kreis Borken ist. So musste sich Reinhard Höing u.a. mit den unterschiedlichen Bootstypen vertraut machen, da diese im Blickpunkt vieler Medienvertreter standen. Die Polizei setzt zur Sicherung des Tagungsortes “Heiligendamm” z.B. auch ein Schnellboot vom Typ “Enforcer” der schwedischen Marine ein, was natürlich das besondere Interesse der Öffentlichkeit auf sich zog.
Manfred Lütjann und Ferdinand Thesing führten in den ersten Wochen Informationsveranstaltungen für Bürger, Gewerbetreibende etc. durch, in denen eine Vielzahl von Fragen rund um den Einsatz beantwortet wurden.
Es schlossen sich Aufgaben in der Presseservicestelle in Kühlungsborn an, wo sich das internationale Medienzentrum befindet. Die Aufgaben liegen damit auf der Hand: Beantwortung der vielfältigen Medienanfragen und Koordinierung der Medienbetreuung im Einsatzraum.
Am Samstag, dem Tag der schweren Ausschreitungen, war Manfred Lütjann in der Rostocker Innenstadt eingesetzt - nicht in einer Einsatzhundertschaft sondern als Ansprechpartner für Gewerbetreibende und Bürger. In einem längeren Telefonat schilderte er, noch immer beeindruckt von der Ereignissen, seine Eindrücke. “Ich habe bunten und kreativen Protest mit Volksfestcharakter erlebt - leider aber auch die schweren Ausschreitungen am Stadthafen.”
Glücklicherweise wurde “Manni” Lütjann bei den Ausschreitungen nicht verletzt. Er drückt der Bevölkerung und der Polizei (insbesondere den Kolleginnen und Kollegen der Einsatzhundertschaften) die Daumen, dass sich die schlimmen Ereignisse vom 02. Juni 2007 nicht wiederholen.
Alle Drei brachten deutlich zum Ausdruck, dass sie trotz anstrengender, 12-15-stündiger Dienstschichten wichtige und unvergleichliche Erfahrungen gemacht haben (und noch machen werden). Dennoch werden nicht nur ihre Familien froh sein, wenn der “Gipfelausflug” in wenigen Tagen gut überstanden ist.
Dies gilt auch für die vier Kollegen des Verkehrsdienstes - wenngleich deren Abwesenheit von zu Hause von kürzerer Dauer war.
G8 Gipfel Heiligendamm Kuehlungsborn