Posts Tagged ‘Arbeit’

Quelle Mitarbeiter zu Weihnachten auf der Strasse?

Wednesday, October 21st, 2009

WAZ: Warum Quelle zu denken gibt. Kommentar von Ulf Meinke

Nun soll alles ganz schnell gehen. Noch vor Weihnachten könnte bei Quelle Schluss sein. Tausende Beschäftigte verlieren ihren Job.

Wohlgemerkt: Es geht hier nicht um den viel zitierten “sozialverträglichen Stellenabbau”, sondern um überaus unsanfte Kündigungen. Die Beschäftigten dürften den plötzlichen Verlust ihres Arbeitsplatzes als zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit empfinden, denn vor allem gravierende Managementfehler waren die Ursache für den Niedergang des Versandhaus-Imperiums. Diejenigen, die den Konzern an die Wand gefahren haben, sind mit ihren Millionengehältern längst über alle Berge. Nicht nur das Versagen einzelner Manager gibt zu denken. Auch Politik, Gewerkschaften, Betriebsrat und Insolvenzverwalter wirken insgesamt recht hilflos angesichts der Dimension dieser Pleite. Zur Ablenkung dienen gegenseitige Schuldzuweisungen. Dabei sollte es schleunigst darum gehen, den betroffenen Beschäftigten eine Perspektive zu geben. Ein Insolvenzrecht, das stärker die berechtigten Interessen der Arbeitnehmer berücksichtigt, wäre mehr als hilfreich. (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

Sekretaerinnen gefeuert wegen “Chef-Broetchen”

Thursday, October 8th, 2009

Zwei Sekretärinnen wurden entlassen, weil sie das Brötchen vom Chef gegessen haben

Broetchen Brötchen – Foto: Siefken Nachdem eine Supermarkt-Kassiererin wegen angeblicher Unterschlagung eines Pfandbons in Höhe von 1,30 Euro gefeuert wurde, landet nun wieder ein Bagatell-Delikt vor einem Arbeitsgericht:

Zwei Sekretärinnen, mit 34 beziehungsweise fast 20 Dienstjahren, wurden fristlos gekündigt, weil sie für Gäste und den Chef bestimmte Brötchen selbst gegessen haben. Nun müssen die zwei Sekretärinnen des Bauverbands Westfalen in Dortmund um ihren Job vor dem Arbeitsgericht kämpfen. (via: abendblatt)

Vorwuerfe gegen Luebbener Call-Center

Thursday, August 6th, 2009

Kommentar der Lausitzer Rundschau zum Lübbener Call-Center

Wer gerade in ländlichen Gebieten der Region einen Job sucht und keine gefragte Ausbildung vorweisen kann, hat es schwer. Diese Notlage macht es Arbeitgebern immer wieder möglich, Mitarbeiter zu skandalösen Bedingungen zu beschäftigen. Öffentlich wird so etwas jedoch selten. Nur wenn Betroffene wie jetzt bei einem Call-Center in Lübben ihr Schweigen brechen, wird bekannt, wie die Notlage Arbeitsuchender gewissenlos ausgenutzt wird. Eine gewisse Mitverantwortung der Betroffenen ist jedoch nicht von der Hand zu weisen. Vor allem dann nicht, wenn sie merken, dass ihre Arbeit darin besteht, andere Leute mit blumigen Versprechen in zweifelhafte Verkaufsveranstaltungen zu locken. Wer sich dafür hergibt, hält solche Geschäftemacherei mit am Leben. Denn Kontrollen und die jetzt möglichen Bußgeldverfahren wegen unerlaubter Telefonwerbung werden allein dieses graue Segment der Call-Center-Branche nicht beseitigen. Nur wenn die schwarzen Schafe des Gewerbes nicht mehr genügend Mitarbeiter finden, wird dieser Geschäftemacherei ein wirksamer Riegel vorgeschoben. (Lausitzer Rundschau)

“Deutschland-Plan” – Steinmeier verspricht Wirtschaftswunder

Monday, August 3rd, 2009

Pofalla: Steinmeier verspricht Jobs, die er gar nicht schaffen kann

Zum sogenannten “Deutschland-Plan” des SPD-Kanzlerkandidaten erklärt CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla:

Die SPD sitzt seit 11 Jahren in der Regierung und nun kommt der SPD-Kandidat mit dem Versprechen, vier Millionen neue Jobs zu schaffen. Das glauben ihm nicht einmal seine eigenen Anhänger. Das erinnert an die erfolglosen Versprechen von Gerhard Schröder. Die Realität sah ganz anders aus: Schröders Bilanz waren über fünf Millionen Arbeitslose in Deutschland.

Herr Steinmeier greift nach jedem Strohhalm. Er verspricht Jobs, die er gar nicht schaffen kann. Die Aufgabe des Staates ist es, Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wachstum zu setzen. Genau das hat die SPD noch nie gekonnt.

Die Aufgabe in den nächsten vier Jahren ist es, Deutschland gestärkt aus der internationalen Wirtschaftskrise zu führen. Die CDU steht für den Dreiklang aus Schulden abbauen, in die Zukunft – das heißt Forschung und Bildung – zu investieren und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch Entlastungen zu motivieren. Angela Merkel und die CDU stehen für eine nachhaltige Wachstumspolitik.

Zeichen auf dem Arbeitsmarkt stehen auf Sturm

Friday, July 31st, 2009

BERLIN. Zu den Arbeitsmarktdaten für Juli erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Dirk Niebel:

Das Tricksen und Täuschen bei der Statistik hat der schwarz-roten Koalition nichts genutzt. Seit Jahren bildet die offizielle Arbeitslosenstatistik nicht die wahre Zahl der Arbeitslosen ab. Mehr als 1,5 Millionen Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen werden nicht einbezogen. Zuletzt wurden die Kunden von privaten Arbeitsvermittlern aus der Berechnung der Quote genommen.

Der starke Anstieg im Juli ist mehr als ein Warnsignal. Die massive Ausweitung von Kurzarbeit hat zwar Entlassungen verhindert, aber auch die notwendigen strukturellen Anpassungsprozesse. Eine weiter steigende Arbeitslosenzahl und eine geringe Nachfrage an Arbeitskräften werden große Löcher in die Steuer- und Sozialkassen reissen. Um jetzt Arbeitsplätze zu sichern, müssen die Jobbremsen beseitigt werden: hohe Steuern, hohe Arbeitskosten und das rigide Arbeits- und Tarifrecht. Die Bundesregierung hat in den konjunkturell guten Zeiten nicht vorgesorgt. Die Verlängerung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld oder die Verlängerung der Altersteilzeit sind Scheinwohltaten und sollen die Betroffenen in Sicherheit wiegen. Das Rad in der Arbeitsmarktpolitik zurück zu drehen, ist reine Wahlkampftaktik und hilft den Menschen nicht, eine neue Beschäftigung zu finden.



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