ZDF WortWahl-Scanner – Politiker beim Wort genommen

Der “ZDF WortWahl-Scanner” durchleuchtet die Sprache der Politik Sprachliche Auswertung des TV-Duells am 13. September

Die Politiker beim Wort genommen: Was heißt es, wenn in Wahlprogrammen von “sozial” die Rede ist? Was meinen die Spitzenkandidaten, wenn sie von “Wirtschaft” sprechen? Und stimmt es, dass sich die Politiker in ihrer Wortwahl sehr ähneln? Diesen Fragen geht ein neues Online-Angebot des ZDF nach: Im “ZDF WortWahl-Scanner” wird die politische Sprache durchleuchtet.

Partei- und Wahlprogramme sowie Reden der Spitzenpolitiker werden auf die Kernbegriffe reduziert und als Wortwolken dargestellt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Karl-Rudolf Korte, Politikwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen und Direktor der NRW School of Governance, hat ein Forscherteam die Grundsatz- und Wahlprogramme der sechs im Bundestag (als Fraktionen) vertretenen Parteien analysiert.

Das Ergebnis sei ein “parteipolitischer Richtungskompass für die Wähler”, sagt Korte, denn “die Schlagwörter aus den Wahlprogrammen zeigen in Essenz die programmatische Ausrichtung der Parteien für die kommenden vier Jahre auf, während die Begriffe in den Grundsatzprogrammen für längerfristige politische Leitideen und Grundsätze stehen.”

Bis zur Bundestagswahl am 27. September 2009 werden weitere Analysen folgen. So hat Professor Korte die Rhetorik der Spitzenkandidaten zur Finanz- und Wirtschaftskrise untersucht. Das Highlight: Nach dem TV-Duell zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier am 13. September kann eine sprachliche Auswertung im “ZDF WortWahl-Scanner” abgerufen werden. Auch bei anderen ZDF-Sendungen werden die Aussagen von Politikern vom “ZDF WortWahl-Scanner” durchleuchtet. Alle Informationen rund um das Angebot unter wortwahl.zdf.de

Wahlplakat der FDP mit Guido Westerwelle

Dr. Guido Westerwelle, Vorsitzender der FDP Bundestagsfraktion und Bundesvorsitzender der FDP aus dem Wahlkreis Bonn, zeigt sich auf einem neuen Wahlplakat anlässlich der Bundestagswahl 2009.

fdp westerwelle
Wahlplakat der FDP mit Westerwelle – Foto: Siefken

Unter dem Motto “Deutschland kann es besser” präsentiert die FDP ihre Kampagne zur diesjährigen Bundestagswahl am 27. September 2009. Neben dem Großflächenplakat mit Guido Westerwelle umfasst die Werbelinie auch vier Themenplakate zu den Themen “Arbeit”, “Steuern”, “Bürgerrechte” und “Bildung” sowie die Plakate der Mitglieder des FDP-Kompetenzteams.

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Interview

Angela Merkel im COSMOPOLITAN Exklusiv-Interview “Frauen sollten sich mehr zutrauen!” – Angela Merkel (CDU), 55, könnte am 27. September zum zweiten Mal Bundeskanzlerin werden. Im COSMOPOLITAN-Interview spricht sie unter anderem über folgende Punkte:

Gleichberechtigung im Job “Es kann nicht sein, dass eine Frau mit Kindern, die für eine bestimmte Zeit nicht oder nur Teilzeit arbeitet, als nicht mehr karrierefähig angesehen wird.”

“Ab und zu muss eine männliche Führungskraft auch den Mut haben, eine Frau in eine Führungsposition zu nehmen. Es heißt immer so schnell, es gebe keine geeignete Bewerberin. Das ist Unsinn.”

“Die Bankenwelt ist z.B. an der Spitze immer noch zu einseitig von Männern dominiert. Wenn Frauen in Spitzenfunktionen sind, ist sicherlich nicht alles anders – aber es wird manchmal doch von einer anderen Perspektive, vor allem sehr pragmatisch gedacht. So gesehen kann die Wirtschaft durchaus von mehr Frauen in Leitungsfunktionen profitieren.”

Vätermonate “Die Arbeitgeber müssen umdenken, weil auch Männer Elternzeit nehmen wollen.”

Bankenkrise “Natürlich ist man dann auch wütend darüber, was da von verantwortungslosen Leuten auf internationalen Märkten angerichtet wurde. Aber ich kann mich dennoch nicht die ganze Zeit mit solchen Emotionen aufladen, sondern muss Dinge sorgfältig erledigen.”

Kraft tanken “(Ich tanke Kraft) beim Kochen, im Garten, beim Wandern in der Uckermark und im Gespräch mit der Familie oder Freunden über ganz anderes als Politik.”

Positive Seiten ihres Amtes “Ich sage mir: Du kannst so viele interessante Menschen kennen lernen. Die Leute, die dir begegnen, freuen sich auf dich, sie haben sich oft wochenlang auf unser Treffen vorbereitet. Wenn sie dann kommen, und ich habe schlechte Laune und bin genervt, dann ist das doch traurig. Weil ich das weiß, bin ich wieder besser gelaunt.”

Globale Politik “Es wird (in Zukunft) noch selbstverständlicher sein, dass man global denkt und weiß, dass man zum Beispiel ohne China oder Indien kein globales Problem lösen kann.”

Das ausführliche Interview mit Angela Merkel erscheint in der neuen COSMOPOLITAN (ET 20.08.2009)

Wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (bmwi) äußert sich zur aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Bundesrepublik Deutschland:

Zum ersten Mal seit zwölf Monaten ist die wirtschaftliche Entwicklung wieder aufwärts gerichtet. Nach den kräftigen Rückgängen des Bruttoinlandprodukts im Winterhalbjahr legte die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal vorläufigen Angaben zufolge2 preis-, kalender- und saisonbereinigt3 um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal zu. Die weltweiten Konjunkturpakete zeigen Wirkung und tragen gemeinsam mit den geldpolitischen Impulsen dazu bei, dass sich die Weltwirtschaft stabilisiert. Im Saldo hat zuletzt auch die Außenwirtschaft wieder einen positiven Wachstumsbeitrag geliefert. Die zuletzt kräftige Belebung der Auslandsbestellungen in der Industrie dürfte auch in den kommenden Monaten eine Stütze für Produktion und Exporte bilden.

Im Inland kommen die Maßnahmen der Konjunkturpakete zunehmend zum Tragen. Davon profitierten im zweiten Quartal vor allem die privaten Konsumausgaben. Auch die Bauinvestitionen legten den Indikatoren nach zu urteilen zu. Dabei könnten aber Nachholeffekte im Zuge der ungünstigen Witterung in den Wintermonaten eine Rolle gespielt haben. Die privaten Konsumausgaben wurden im zweiten Quartal auch vom ruhigen Preisklima und der bisher noch recht moderaten Eintrübung am Arbeitsmarkt begünstigt. Allerdings bleibt der vorangegangene kräftige Wirtschaftseinbruch insbesondere für den Arbeitsmarkt eine erhebliche Hypothek. Die Probleme im Bankensektor sind auch noch nicht vollständig gelöst. In der Summe bleiben erhebliche Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat sich weiter stabilisiert. Die Gesamterzeugung blieb im Juni preis- und saisonbereinigt praktisch unverändert (-0,1 %), nach einem kräftigen Plus von 4,3 % im Vormonat.

Im gesamten zweiten Quartal ging die Erzeugung zwar noch um 0,9 % zurück, aber die Abwärtstendenz ist gebrochen. Die maßgeblichen Impulse für die Stabilisierung kamen zuletzt aus der Industrie, insbesondere aus dem Kraftfahrzeugbereich, der von den stützenden Maßnahmen im In- und Ausland profitierte. Insgesamt stagnierte die Industrieproduktion im Juni (+0,0 %), nach +5,2 % im Mai. Im zweiten Quartal schwächte sie sich noch leicht um 0,4 % ab. Das Vorjahresniveau wurde aufgrund des erheblichen Einbruchs im Winterhalbjahr aber arbeitstäglich bereinigt weiter kräftig unterschritten (zweites Quartal: – 21,1 %). Die Bauproduktion verringerte sich im Verlauf im Juni preisund saisonbereinigt um 1,4 %, konnte im zweiten Quartal insgesamt aufgrund von Nachholeffekten im Zuge der kalten Witterung in den Wintermonaten aber um 2,3 % zulegen.

Die Bestelltätigkeit in der Industrie hat sich im zweiten Quartal ununterbrochen verbessert und bildet so das Fundament für eine Erholung der Industrieproduktion. So stiegen die Bestellungen für industrielle Erzeugnisse im Juni erneut kräftig um preis- und saisonbereinigt 4,5 % an und nahmen im gesamten zweiten Quartal um 6,1 % zu. Insbesondere der Kraftfahrzeugbereich und Zulieferer verzeichneten ein deutliches Auftragsplus. Dass der Tiefpunkt in der Industrie durchschritten ist, wird auch von der anhaltenden Verbesserung der Unternehmensstimmung gestützt. Im Bauhauptgewerbe schwächte sich die Bestelltätigkeit im Mai zwar minimal um 0,2 % ab. In der Dreimonatstendenz ist die Nachfrage nach Bauleistungen aber aufwärts gerichtet (+4,0 %). Auch das Geschäftsklima ist weniger pessimistisch. Zunehmende Impulse erhöht der Bau insbesondere von den anlaufenden öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen.

Der private Konsum blieb auch im zweiten Quartal eine Stütze für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Neben dem ruhigen Preisklima und dem insgesamt noch moderaten Abschwung am Arbeitsmarkt trugen hierzu insbesondere die einkommenserhöhenden Maßnahmen der Konjunkturpakete bei. Die weiteren Perspektiven für den privaten Konsum hängen wesentlich von der Entwicklung am Arbeitsmarkt ab. Sollte es hier in den kommenden Monaten zu einer deutlichen Verschlechterung kommen, ist mit spürbaren Bremswirkungen auf den privaten Konsum zu rechnen. Hinzu kommt das Auslaufen der PKWUmweltprämie. Die Geschäftserwartungen im Einzelhandel haben sich zuletzt stärker eingetrübt.

Die Warenausfuhren in jeweiligen Preisen stiegen im Juni saisonbereinigt kräftig um 7,0 % an. Damit hat sich das Abwärtstempo der Exportentwicklung im zweiten Quartal merklich verringert (-2,8 %). Im Vergleich zum Vorjahr lag die Exporttätigkeit im zweiten Quartal aber nach wie vor deutlich um 25,3 % niedriger (Ursprungswerte). Die Importe gingen tendenziell noch kräftiger zurück als die Exporte, was dazu führte, dass der Außenbeitrag das Wachstum im zweiten Quartal stützte. Trotz Anstiegs der nominalen Wareneinfuhren im Juni um saisonbereinigt 6,8 % verringerten sie sich im Quartalsvergleich deutlich um 6,5 %. Mit der allmählichen Stabilisierung der Weltwirtschaft gestalten sich die weiteren Aussichten für den Außenhandel wieder etwas freundlicher.

Der Arbeitsmarkt hält sich angesichts der Stärke des zurückliegenden Wirtschaftseinbruchs nach wie vor recht stabil. Insbesondere die Kurzarbeit und flexible betriebliche Arbeitszeitregelungen wirken entlastend. Allerdings setzte sich die negative Grundtendenz weiter fort. Im Juni verringerte sich die Erwerbstätigkeit weiter um saisonbereinigt 36.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen gab es zuletzt 40,20 Mio. Erwerbstätige und damit 92.000 weniger als vor einem Jahr. Der Aufbau der Arbeitslosigkeit wurde im Juli in saisonbereinigter Rechnung zwar unterbrochen (-6.000 Personen). Hierbei spielten Sonderfaktoren im Zuge der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen aber eine maßgebliche Rolle. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der Arbeitslosen um 252.000 auf 3,462 Mio. zu (Ursprungszahlen). Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 8,2 % (Juni: 8,1 %).

Das Preisklima ist auf allen Absatzstufen nach wie vor ruhig. Die Verbraucherpreise nahmen im Juli erstmals seit 1987 wieder gegenüber dem Vorjahr ab (-0,5 %). Dies ist insbesondere auf die starken Preisrückgänge bei Energie und Nahrungsmitteln zurückzuführen. Die Kernrate der Verbraucherpreise – ohne Energie und saisonabhängige Nahrungsmittel – lag bei 1,1 %. Im Verlauf blieben die Preise im Juli unverändert (+0,0 %). Während sich Pauschalreisen und Beherbergungsdienstleistungen ferienbedingt verteuerten, gingen die Preise für Heizöl und Kraftstoffe zurück. Konjunkturbedingt ist absehbar nicht mit einer Beschleunigung des Preisauftriebs zu rechnen.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
1 In diesem Bericht werden statistische Daten verwendet, die bis zum 17. August 2009 vorlagen.
2 Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes vom 13. August 2009.
3 Wenn nicht anders vermerkt, handelt es sich bei den saisonbereinigten Angaben um Berechnungen nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA.

TV-Duell Peter Harry Carstensen – Ralf Stegner

TV-Spitzenduelle vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein stehen fest. Sendetermine: Mittwoch, 23. September, 18.15 Uhr und 21.00 Uhr, NDR Fernsehen

Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) gegen Herausforderer Ralf Stegner (SPD): Bereits sechs Wochen vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein steht fest, dass es das mit Spannung erwartete TV-Duell live im NDR Fernsehen geben wird. Beide Politiker haben für die Sendung “NDR aktuell extra: Das Duell” am Mittwoch, 23. September, um 21.00 Uhr zugesagt.

Die Sendung wird aus dem NDR Landesfunkhaus Schleswig-Holstein in Kiel übertragen. Moderator ist NDR Fernseh-Chefredakteur Andreas Cichowicz. Es ist bereits sein viertes Duell zweier Landtagswahl-Spitzenkandidaten. “Es ist gute demokratische Tradition, dass die beiden Spitzenkandidaten – der Regierungschef und der Oppositionsführer – im Fernsehen Stellung zu den wichtigsten Fragen beziehen, die das Land bewegen. Nach den Vorgängen der letzten Wochen ist da sicherlich Pfeffer drin. Ich freue mich, dass wir die Zusagen für das Duell bereits so früh erhalten haben, das macht die Planungen einfacher”, so Cichowicz.

Auch die drei weiteren im Landtag vertretenen Parteien – FDP, Bündnis 90/Die Grünen und der SSW – werden an diesem Tag im NDR Fernsehen eine Bilanz der vergangenen Legislaturperiode ziehen. Alle haben ebenfalls bereits jetzt ihre Zusage gegeben. Für die FDP werden Wolfgang Kubicki, für Bündnis 90/Die Grünen Monika Heinold und für den SSW Anke Spoorendonk teilnehmen. Die Diskussionsrunde “NDR aktuell extra: Schleswig-Holstein hat die Wahl” wird das NDR Fernsehen um 18.15 Uhr zeigen, Moderatorin ist Susanne Stichler.



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