Liechtenstein - keine Leihgaben an Deutsche Museen
12. März 2008 | Von Politics | Kategorie: NewsDer Streit zwischen Liechtenstein und Deutschland um das Vorgehen gegen Steuersünder zieht weite Kreise:
Das Fürstentum sagte seine Beteiligung an einer Ausstellung in München ab und lehnte jedwede Leihgabe nach Deutschland vorerst ab. Wie das liechtensteinische Fürstenhaus in Vaduz mitteilte, wird es keinerlei Kunstwerke für die geplante Ausstellung “Wiener Malerei des Biedermeier aus den Sammlungen des Fürsten von und zu Liechtenstein” in der Neuen Pinakothek in München zur Verfügung stellen, die vom 25. Mai bis zum 21. September gezeigt werden sollte.
“Die Fürstlichen Sammlungen werden solange darauf verzichten, Leihgaben nach Deutschland zur Verfügung zu stellen, solange die Anwendung rechtstaatlicher Grundprinzipien seitens der Bundesrepublik Deutschland, was die Beziehungen zum Fürstentum Liechtenstein betrifft, fraglich erscheint”, hieß es in der Erklärung. Auch alle anderen zugesagten Leihgaben für Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland würden zurückgezogen.
Die deutschen Behörden gehen derzeit gegen deutsche Steuersünder vor, die den Fiskus mit Hilfe von Stiftungen in Liechtenstein betrogen haben. Dabei stützen sie sich auf Daten, die der Liechtensteiner Bank LGT Group gestohlen und den deutschen Behörden verkauft wurden. (AFP)