Barack Obama gewinnt Vorwahl in Mississippi
12. März 2008 | Von Politics | Kategorie: NewsIm Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat Barack Obama im Bundesstaat Mississippi nach Teilergebnissen seinen 29. Sieg gegen Hillary Clinton errungen.
Nach Auszählung von knapp der Hälfte der Stimmen lag der Senator aus Illinois mit 54 Prozent vor der Senatorin aus New York, die auf 44 Prozent kam. Laut Nachwahlbefragungen des Fernsehsenders CNN votierten 91 Prozent der Afroamerikaner für den schwarzen Senator. Clinton schnitt dagegen in der Gruppe der weißen und älteren Wähler deutlich besser ab.
Die Fernsehsender CNN, MSNBC, CBS und Fox sahen Obama übereinstimmend klar vor Clinton. Analysen zufolge punktete Obama vor allem bei den Afroamerikanern, die zu seiner Stammwählerschaft zählen. Laut MSNBC und CNN stimmten neun von zehn Afroamerikaner für den 46-Jährigen. Nachwahlbefragungen von Fox News ergaben für Clinton einen Vorsprung von 69 zu 30 Prozent unter den männlichen weißen Wählern, bei den weißen Wählerinnen lag die Senatorin mit 74 zu 26 Prozent noch deutlicher in Führung. Mississippi ist einer der ärmsten Bundesstaaten in den USA und hat mit 36 Prozent den größten schwarzen Bevölkerungsanteil.
In dem Südstaat wurden 33 Delegierte für den Nominierungsparteitag im August vergeben. Am Samstag hatte Obama in Wyoming gewonnen, Clinton hatte am Dienstag zuvor die wichtigen Bundesstaaten Texas und Ohio für sich entschieden. Die nächsten Vorwahlen finden am 22. April in Pennsylvania statt.
Nach Delegiertenstimmen liegt Obama unterschiedlichen Zählungen zufolge vor seiner parteiinternen Widersacherin. Nach einer Zählung der unabhängigen angesehenen Website RealClearPolitics kam Obama vor der Mississippi-Wahl auf 1589 Delegierte, Clinton hatte 1470 Stimmen auf ihrer Seite. Für die Präsidentschaftskandidatur sind 2025 Stimmen erforderlich. Auf Seiten der Republikaner steht bereits Senator John McCain als Spitzenkandidat fest. (AFP)