George W. Bush im Interview zum Iran-Konflikt

8. November 2007 | Von Politics | Kategorie: News


US-Präsident George W. Bush im RTL/n-tv-Interview zum Iran-Konflikt: “Glaube fest, dass wir Problem diplomatisch lösen können”

US-Präsident George W. Bush hofft im Streit um das iranische Atomprogramm weiter auf eine friedliche Lösung. “Ich glaube fest daran, dass wir das Problem diplomatisch lösen können, und werde weiter daran arbeiten. Und das wird ein wichtiges Thema im Gespräch mit der Kanzlerin”, so Bush in einem RTL/n-tv-Interview mit RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel, dass am Dienstagnachmittag amerikanischer Zeit im Weißen Haus geführt wurde.

Bush weiter: “Hoffentlich können wir die Iraner weiter unter Druck setzen und ihnen klarmachen: erstens, wir achten Euer Volk, zweitens wir achten Eure Geschichte; aber Eure Regierung trifft Entscheidungen, die Euer Land isolieren”, so der US-Präsident. “Und sie müssen nur ihr Programm zur Urananreicherung stoppen, dann gibt es einen Dialog und einen Weg voran. Das allerdings ist die Entscheidung der Regierung.”

Bush betonte, seine kürzliche Warnung vor dem Risiko eines Dritten Weltkrieges sei “absolut ernst” gemeint gewesen und stellte klar: “Ich habe gesagt, wenn man den Dritten Weltkrieg vermeiden will… Ich habe nicht gesagt, ich sei für den Dritten Weltkrieg… Ich hab das gesagt, weil dieses Land sich über die Internationale Atomenergiebehörde hinwegsetzt, also sein Atomprogramm nicht offen legt, und weil sie gesagt haben, sie wollen Israel zerstören. Wissen Sie, wenn Sie einen Dritten Weltkrieg erleben wollen, müssen Sie nur Israel mit einer Atombombe angreifen. Und deshalb habe ich gesagt, jetzt ist es Zeit zu handeln. Das war weder eine Voraussage noch ein Wunsch. Ob ich glaube, wir können das Problem lösen? Ja. Sollten alle Optionen auf den Tisch? Worauf Sie sich verlassen können.”

Auf die Frage, ob es für ihn ab einem bestimmten Punkt nur noch die militärische Option im Iran-Konflikt gäbe, verwies der US-Präsident im RTL/n-tv-Interview darauf, dass er die US-Truppen bereits zweimal “ins Feuer geschickt” habe. “Und das ist keine angenehme Erfahrung, weil mir die Konsequenzen klar sind, aus erster Hand. Deshalb schulde ich es dem amerikanischen Volk, zu sagen, dass ich versucht habe, dieses Problem diplomatisch zu lösen. Und genau das ist meine Absicht. Und ich glaube, dass wir es schaffen können, solange die Welt mit einer Stimme spricht. Kanzlerin Merkel versteht die Gefahren und will dieses Problem friedlich lösen.”

Das Interview führte RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel am Dienstagnachmittag amerikanischer Zeit im Weißen Haus in Washington.

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