Kanzleramtschef bekraeftigt harte Haltung im Geiseldrama
2. August 2007 | Von Politics | Kategorie: NewsKanzleramtschef Thomas de Maizière (CDU) hat bekräftigt, dass Berlin im afghanischen Geiseldrama nicht auf die Forderungen der Entführer einzugehen denkt.
“Die Bundesregierung ist nicht erpressbar. Daran hat sich nichts geändert”, sagte de Maizière der “Passauer Neuen Presse”. Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes arbeite mit Hochdruck daran, das Leben der deutschen Geisel zu retten. “Je mehr wir über die Geiselnahme reden, desto mehr betreiben wir das Geschäft der Geiselnehmer”, fügte de Maizière hinzu.
Der Kanzleramtschef wandte sich dagegen, den Einsatz in Afghanistan vor dem Hintergrund der Geiselnahme zu diskutieren. Die Bundesregierung werde im Herbst die neuen Mandatsentwürfe vorlegen. “Auf Dauer muss die afghanische Regierung Sicherheit und Stabilität selbst gewährleisten. Dazu benötigt sie aber Hilfe”, sagte de Maizière. Der Wiederaufbau in Aghanistan habe gewaltige Fortschritte gemacht. Die Versuche der Taliban, wieder mehr Macht zu gewinnen, seien erfolglos. Mit Geiselnahmen und Selbstmordanschlägen wollten sie den Prozess in Richtung Sicherheit und Entwicklung stören. “Deshalb müssen wir mit Entschlossenheit fortfahren. Es besteht kein Grund zur Resignation”, sagte de Maizière. (AFP)