ver.di weitet Telekom-Streik deutlich aus

14. Mai 2007 | Von Politics | Kategorie: News


Die Beteiligung am Streik bei der Deutschen Telekom hat am Montag eine neue Höchstmarke erreicht. Bis zum Mittag sind demnach rund 15.000 Beschäftigte dem Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gefolgt und der Arbeit fern geblieben.

Die hohe Beteiligung sei eine unmittelbare Reaktion der Betroffenen auf die Verschärfung der Auseinandersetzung durch die Telekom. „Die Beschäftigten lassen sich weder bedrohen noch von ihren Grundrechten abhalten“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder am Montag.

Der Streik erfasste am Montag alle Bundesländer. Im ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg streikten rund 2.700 Beschäftigte, in Bayern 2.400, in Niedersachsen-Bremen 1.600. In Baden-Württemberg blieben 1.800 Beschäftigte der Arbeit fern, in Hessen 1.600 sowie in Nordrhein-Westfalen 2.200. In den ver.di-Landesbezirken Rheinland-Pfalz/Saar streikten 1.300, im Landesbezirk Südost 1.100 sowie in Nord 150 Beschäftigte.

Schröder kritisierte die Telekom-Führung wegen der Veröffentlichung falscher Daten über die Verdienstmöglich-keiten der Beschäftigten. “Was an falschen Vergleichszahlen vom Management genannt wird, erfüllt den Tatbestand einer böswilligen Manipulation”, sagte Schröder: “Das ist zutiefst unredlich.”

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