Soziale Probleme in den Staedten befuerchtet
7. Mai 2007 | Von Politics | Kategorie: NewsDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Deutsche Mieterbund (DMB) warnen vor wachsenden sozialen Problemen in den nordrhein-westfälischen Städten durch den Umzug von “Hartz IV”-Empfängern in preiswertere Wohnungen.
Erschwert werde die Situation für viele Betroffene, weil in vielen Regionen des Landes keine entsprechenden Wohnungen mehr zur Verfügung stünden, betonte DMB-Landesvorsitzender Bernhard von Grünberg. Die Empfänger von Arbeitslosengeld II stünden dennoch unter ständigem Druck, nach preiswerterem Wohnraum zu suchen. Wenn sie die Suche einstellten, drohe die Kürzung von Leistungen. Den Angaben zufolge wurden beispielsweise in den Städten Münster und Bonn jeweils rund 1000 Langzeitarbeitslose zum Umzug aufgefordert. Landesweite Zahlen gebe es nicht.
Der DMB-Landesvorsitzende forderte eine Mitwirkung der Mietervereine an den Entscheidungen, welcher Wohnraum für “Hartz IV”-Empfänger angemessen sei. Inzwischen hätten Sozialgerichte deutlich gemacht, dass zur Festlegung genauere Untersuchungen der regionalen Wohnungsmärkte notwendig seien. Hier seien die Mietervereine mit ihren besonderen Kenntnissen gefordert. (ddp)