Rassistische Aeusserungen bei der Bundeswehr
16. April 2007 | Von Politics | Kategorie: NewsDie Bundesregierung hat den jüngst bekannt gewordenen Fall von rassistischen Äußerungen bei der Bundeswehr scharf verurteilt.
Das Verhalten des betroffenen Ausbilders sei “absolut inakzeptabel” und widerspreche den “Maßstäben der inneren Führung”, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe, am Montag in Berlin. Er kündigte zugleich eine Aufklärung der Vorfälle an.
Unterdessen berichtete das Online-Magazin “stern.de” am Montag, der Bundeswehr-Ausbilder aus einer Kaserne in Schleswig-Holstein sei doch nicht wegen dienstlicher Vergehen strafversetzt worden. Grund für die reguläre Versetzung des Fahnenjunkers war vielmehr das Ende seines Praktikums an der betroffenen Rendsburger Feldwebel-Schmid-Kaserne, wie der Kommandeur der Kaserne, Peter Paluch, dem Online-Magazin sagte. Der Fahnenjunker sei lediglich von Juli bis September 2006 in Rendsburg tätig gewesen.
Der Bundeswehr-Ausbilder wird durch ein im Internet aufgetauchtes Videodokument belastet. Der rund eineinhalb Minuten lange Film zeigt einen Rekruten am Maschinengewehr, dem von seinem Vorgesetzten befohlen wird, beim Feuern an “Afro-Amerikaner” zu denken und “Motherfucker” zu rufen. Nachdem der Soldat dem Ausbilder nicht laut genug ruft, befehlt dieser: “Weiter, lauter”. Wieder folgen Feuerstöße, begleitet von “Motherfucker, Motherfucker”. Nach Ministeriumsangaben hat sich der Vorfall im Juli vergangenen Jahres zugetragen. (ddp)