Radikale schiitische Sadr-Partei verlaesst Iraks Regierung

16. April 2007 | Von Politics | Kategorie: News


Die Partei des radikalen Schiitenpredigers Moktada Sadr ist aus der irakischen Regierung ausgetreten.

Der Hauptgrund für die Entscheidung sei die Weigerung von Ministerpräsident Nuri el Maliki, auf die Forderung von fast einer Million Menschen in der heiligen Schiitenstadt Nadschaf nach einem Abzug der US-Truppen zu hören, sagte der Vorsitzende der Parlamentsfraktion, Nassar el Rubai, in Bagdad im Beisein seiner Fraktionskollegen. Außerdem weigere sich der Ministerpräsident, auf die Verschlechterung der Lebensbedingungen und des öffentlichen Dienstes zu reagieren.

Am Sonntag hatte ein Abgeordneter der Partei, Saleh Hassan Issa el Ighaili, bereits den Rückzug angekündigt. Der Rückzug sei die Quittung für die Weigerung Malikis, einen Zeitplan für einen Abzug der US-Truppen aus dem Irak zu benennen, hatte er gesagt. Die Sadr-Partei stellt sechs Minister und 32 der insgesamt 275 Abgeordneten im Parlament. Sie hatte bereits von Ende November bis Ende Januar die Regierungszusammenarbeit boykottiert. (AFP)

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