Gaststaettenverband will Verzicht auf Flatrate-Parties

30. März 2007 | Von Politics | Kategorie: News


Nach dem Alkoholtod eines Berliner Schülers hat sich der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) gegen Parties mit unbegrenztem Trinken zum Festpreis ausgesprochen.

Jugendlicher mit Bierflasche

Der Verband werde eine ausdrückliche Empfehlung aussprechen, “dass die Branche zukünftig auf Flatrate-Parties verzichten soll”, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands deutscher Discotheken im DEHOGA, Stephan Büttner, im rbb-Inforadio. Der Jugendschutz habe in der Gastronomie und insbesondere in Diskotheken “oberste Priorität”. (Foto: Torsten Silz)

“Ein Unternehmer, der glaubt, seine Geschäfte mit der Abgabe von Spirituosen an Jugendliche machen zu können, denkt kurzfristig, handelt illegal, riskiert darüber hinaus seine eigene berufliche Existenz und schädigt das Image einer ganzen Branche”, sagte Büttner.

Die Berliner Gesundheitssenatorin Karin Lompscher (Linkspartei) erwägt ein Verbot von Flatrate-Parties. Nach einem Bericht der “Berliner Zeitung” soll die Gewerbeaufsicht der Stadtbezirke prüfen, ob das Trinken zum Pauschalpreis den Alkoholmissbrauch Minderjähriger fördert.

Der 16-jährige Berliner Gymnasiast war nach einem Monat im Koma an den Folgen eines Alkoholexzesses gestorben; Medienberichten zufolge soll er mehrere Dutzend Gläser Tequila getrunken haben. (AFP)

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