Union will Deutsch vor englischen Einfluessen schuetzen

20. März 2007 | Von Politics | Kategorie: CDU


Die Union will die deutsche Sprache im Alltag stärker vor englischen Einflüssen schützen. Mehrere CDU-Abgeordnete stellten dazu in Berlin eine Initiative zum sprachlichen Verbraucherschutz vor, die für verständliche deutschsprachige Erklärungen an Bahnhöfen und Flughäfen, in Betriebsanleitungen oder auch in Gesetzestexten sorgen soll.

flughafen-leipzig

Die Unionspolitiker stören sich etwa daran, dass sich Reisende auf Bahnhöfen am “Service-Point” informieren und sich der Fahrradverleih hinter “Call a Bike” verbirgt.

“Wir benötigen einen erweiterten Verbraucherschutz, der sich auch auf das Verständnis von Sprache bezieht”, erklärten die Abgeordneten Julia Klöckner, Laurenz Meyer, Erika Steinbach und Gitta Connemann (alle CDU). Es müsse im Alltag wieder selbstverständlich werden, dass sich ein Verbraucher mit dem Beherrschen ausschließlich der deutschen Sprache zurechtfinde. (Foto: Jens Schlueter)

Unverständlich finden die Abgeordneten es auch, wenn Verbraucher im Taxi das Hinweisschild “fasten your seat belts” lesen und damit zum Anschnallen aufgefordert werden. Auch der Begriff “Online-Banking” ist den Abgeordneten ein Dorn im Auge. Solche Anglizismen sind aus ihrer Sicht nicht hinnehmbar, da etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung kein Englisch spricht. Dies treffe vor allem auf ältere Menschen zu, aber auch auf Migranten, die aus Integrationsgründen die deutsche Sprache lernen sollten.

Die Abgeordneten fordern deshalb, dass die Bundesregierung als Vorbild vorangehe und Gesetzestexte oder Werbekampagnen in “verständlicher deutscher Sprache” verfasse. Die Regierung soll zudem als Anteilseigner oder Genehmigungsbehörde darauf achten, dass etwa in Bahnhöfen oder Flughäfen neben der englischen die deutsche Sprache zwingend genutzt wird. Zudem appellieren die Unionspolitiker an die Wirtschaft, Gebrauchsanleitungen, Garantiebedingungen oder Rechnungen und Verträge auf Deutsch herauszugeben. (AFP)

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