Bsirske bekraeftigt Forderung nach Mindestlohn
16. März 2007 | Von Politics | Kategorie: NewsDer Bundesvorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, hat seine Forderung nach Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen bekräftigt.
Es sei eine “fundamentale moralische Forderung”, dass Arbeit nicht arm machen dürfe, sagte Bsirske auf der Delegiertenkonferenz des ver.di-Landesverbandes Rheinland-Pfalz am Freitag in Bingen.

Die Forderung nach einem Mindestlohn war neben der Neuwahl von Landesvorstand und Landesbezirksleitung einer der Schwerpunkte des Delegiertentreffens. Außerdem sollten Strategien zum Mitgliederschwund der Gewerkschaft diskutiert werden. (Foto: ddp)
Bsirske kündigte hierzu an, ver.di werde künftig bei Tarifverträgen für Gewerkschaftsmitglieder bessere Bedingungen aushandeln als für Nichtmitglieder. Damit sollten die Beschäftigten belohnt werden, die sich für gerechte Arbeitsbedingungen einsetzten. Gleichzeitig sei es ein Anreiz für Nichtmitglieder, sich in der Gewerkschaft zu engagieren.
Darüber hinaus sprach sich der ver.di-Chef erneut gegen die Rente mit 67 aus. Es handele sich dabei um ein “Rentensenkungsprogramm für Hunderttausende”, das Altersarmmut zur Folge haben werde, sagte Bsirske. Zur Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit forderte der Gewerkschaftschef von der Bundesregierung ein Investitionsprogramm in Höhe von 20 Milliarden Euro pro Jahr. Zur Gegenfinanzierung sei die Einführung von Vermögens- und Erbschaftssteuer notwendig. (ddp)