US-Senat diskutiert ueber Irak-Abzug

14. März 2007 | Von Politics | Kategorie: News


Der US-Senat wird heute voraussichtlich die Debatte über einen Truppenabzug aus dem Irak aufnehmen. Der republikanische Minderheitsführer, Senator Mitch McConnell, sagte, seine Partei werde die Debatte über den Vorstoß der Demokraten nicht länger blockieren.

US-Soldaten im Irak

Im Februar hatten die Demokraten im Repräsentantenhaus eine nicht bindende Resolution durchgesetzt, die die Pläne von US-Präsident George W. Bush für eine Truppenaufstockung im Irak verurteilt. Ein ähnliches Vorhaben im Senat scheiterte bislang an der republikanischen Minderheit, die eine Debatte über das Thema verhindert hat. (Foto: DAVID FURST)

Derweil wurde vor einem US-Militärgericht der Prozess gegen einen US-Soldaten eröffnet, der die Tötung von drei irakischen Gefangenen befohlen haben soll. Zu Beginn des Verfahrens auf der Militärbasis Fort Campbell sagte der Chefankläger Joseph Mackey, die Anklage halte den 24-jährigen Unteroffizier Raymond Girouard weiterhin für schuldig. Girouard hatte zuvor erklärt, er habe in dem Glauben gehandelt, seinerseits einen Tötungsbefehl erhalten zu haben.

Laut Anklage hatte der Truppenführer Girouard im Mai 2006 per Funk die Festnahme der Iraker im Zentrum des Landes gemeldet. Als ihn der Offizier auf der anderen Seite der Leitung fragte, warum die Gefangenen nicht getötet worden seien, habe der Unteroffizier offenbar geglaubt, dies sei eine Aufforderung zur Tötung der Häftlinge gewesen. Der Anklage zufolge befahl er daraufhin seiner Einheit, den Irakern die Fesseln zu lösen und sie anschließend zu erschießen. Er habe zudem gedroht, jeden zu töten, der die Tat verrate.

Die Verteidigung erklärte, Girouard sei nicht für die Taten seiner Untergebenen verantwortlich. Bislang wurden drei Soldaten in dem Fall zu Haftstrafen zwischen neun Monaten und 18 Jahren verurteilt. Alle drei hatten sich schuldig bekannt. (AFP)

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